Aus unserem Handbuch für Meditation

Das Wahrnehmen der eigenen Emotionen ist für die meißten Meditierenden eine Herausforderung. Ich schlage den SchülerInnen in meinem Unterricht deswegen vor, in ihrem Körper nach den folgenden vier Basis-Emotionen zu suchen und mit ihnen zu arbeiten: Freude Angst Wut und Trauer Sie können Teil eines größeren Empfindungsspektrum sein, das viele weitere Facetten haben kann. Die folgende Grafik gibt hierzu einen Überblick:

Dieses Handbuch der Meditation der Schule des Lebens Österreich habe ich als Sprach-System in Form eines Wörterbuchs und mit Hilfe von Erfahrungeberichten erstellt. Darin sind Wörter zueinander in Beziehung gesetzt - sie beziehen sich aufeinander. Die Sinnhaftigkeit der Wörter entsteht aus der Beziehung der Wörter in diesem Sprach-System. Es ist aus einem gemeimeinsamen sprachlichen Miteinander in der geistigen Refelxion über unsere Sprache entstanden und wird entsprechend unserer...
Im Anderen bzw. Unbekannten kann der Mensch dem begegnen, was er noch nicht weiß oder sprachlich ausdrücken kann. In der Begegnung mit dem Anderen bzw. Unbekannten ergibt sich für den Menschen dann auch die Möglichkeit, sich fernab von dem wiederzufinden, was ihm bekannt ist und (immer wieder) mehr zu werden, als er ist. In der Anwendung unserer Meditationsmethoden begegnen wir dem Unbekannten - dem Anderen. Dabei haben wir die Absicht dem körperlich, geistig und sprachlich Anderen und...
Latihan ist eine Meditationsform, die ihren Ursprung in Indonesien hat. Sie wurde von Muhammad Subuh Sumohadiwidjojo „entdeckt“ und hat sich in unterschiedlichen Formen und unter vielen Namen über die Welt ausgebreitet. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das Wort „Latihan“ einfach nur „Übung“. Der Mittelpunkt der Meditationsform Latihan ist, der Intuition und den Impulsen des Körpers einen Daseinsraum zu eröffnen, indem diese zum Ausdruck gebracht werden. Für den praktizierenden...
Wörterbücher - egal welcher Sprache - weisen eine sehr interessante Eigenschaft auf: Jedes Wort, das darin steht, verweist auf andere Wörter. Auf diese Weise nimmt das Wörterbuch die Form eines selbstreferienziellen Systems an, das in sich geschlossen ist. Bedeutend dabei ist, dass über ein Wörterbuch jedoch nicht herausgefunden werden kann, welche Bedeutung einzelne Wörter haben. Dies beschreibt Heinz von Foerster (2003, S. 296) wie folgt: „...language protects itself against...
Wir werden alle mit der Fähigkeit geboren zu wissen, wie wir uns jeweils fühlen. Schmerzhafte Erfahrungen in der Kindheit bzw. im Leben führen oft dazu , dass das Vertrauen in den Körper und die über ihn wahrgenommenen Emotionen verloren geht (Cornell 2017, S. 16). Im Intentiondialog bauen wir diese Beziehung mit dem Körper und den Emotionen wieder auf: Wir lernen uns anzunehmen, wie wir gerade sind und was uns gerade ausmacht, herauszufinden, was wir wirklich wirklich wollen und für die...
Die Moral leitet sich aus der Anweisung "ich soll" bzw. "du sollst" oder "ich muss" bzw. "du musst" ab: Mit der Moral gibt sich der Mensch selbst oder geben sich Menschen untereinander Anweisungen. Zugleich machen sich Menschen im moralischen Miteinander auch darüber aufmerksam, was sie nicht erleben wollen. Dabei ist von Bedeutung, dass Menschen, die sich in der Befolgung von Anweisungen wiederfinden, nicht selbst dafür entscheiden, was sie für stimmig empfinden bzw. tun oder tun wollen:...
Wir finden uns in einem jedem Moment geistig (Gödel 1931) wie auch sprachlich (Gazzaniga et al. 1978) im Unbekannten wieder (Messerschmidt 2017, S. 61-63). Beiden Ebenen begegnen wir in unserer Meditation (v.a. mit Latihan), indem wir den Körper fühlen und dem Erfühlten einen Platz bzw. einen Ausdruck geben. Dies setzt vor allem Übung voraus und bedingt sich in einer emotionalen Stabilität, mit Hilfe dieser der Mensch seiner Intuition begegnen kann (+) der Fähigkeit in der sich daraus...
In unserer Arbeit üben wir uns im Wahrnehmen und Annehmen unserer Emotionen und unangenehmen Körperempfindungen. Gelingt uns das, können wir auch unserer Intuition einen Platz geben: Wir nehmen die Welt intuitiv wahr und gestalten unser Denken und Handeln mit Hilfe dieser liebevoller und umsichtiger. Mit der Intuition können wir unbewusst Muster miteinander verbinden, wie es dem rationalen Geist und der Sprache nicht möglich ist (vgl. Laloux 2015, S. 47). Das bedeutet vor allem auch eine...
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass wir in unserem Fühlen vier Basis-Emotionen begegnen können: Freude, Angst, Wut und Trauer. Werden diese Emotionen unterdrückt, entstehen unangenehme Körperempfindungen, was sich bis hin zur Erkrankung des Körpers, der Beeinträchtigung der geistigen Leistungsmöglichkeit und der Reduktion nachhaltiger sprachlich-organisationaler Partizipation am sozialen Miteinander auswirken kann.

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