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Denken und Zusammenhänge sehen können


Denken

Mit unserem Denken orientieren wir uns in der Welt. Es entstehen Überzeugungen und Glaubenssätze, sowie Vorstellungen von der Welt und uns selbst. Dabei ist von Bedeutung, dass sich unsere Überzeugungen, Glaubenssätze und Vorstellungen oftmals widersprechen oder unvollständig sind. Kurt Gödel (1931) beschreibt in seinem Unvollständigkeitstheorem sogar, dass dies immer der Fall ist: Der Mensch ist in seinem Denken und seiner Sprache immerwährend mit einer Widersprüchlichkeit oder Unvollständigkeit konfrontiert.

 

Unmut

Das Denken kann dabei schnell komliziert werden und Unmut auslösen: Gedanken kreieren Gefühle und das Selbst- und Weltverstehen funktioniert nicht mehr - vor allem auch dann, wenn wir mit unseren Gedanken und Gefühlen auch noch Emotionen und wiederum Gedanken, Gefühle und Emotionen auslösen.

 

Ruhe

Dieser Spirale begegnen wir in unserer Schule des Lebens in Ruhe, nehmen unsere Gefühle, Gedanken und Emotionen an. Unsere Erfahrung zeigt uns, dass wenn wir dem Widerspruch bzw. der Unvollständigkeit einen Platz geben, diese sich "auflösen". Wir finden eine Lösung und sind in der Lage vermeintlich Widersprüchliches bzw. Unvollständiges in einer Ganzheit zu denken. Das bzw. der "Andere" hat dann auf einmal etwas mit uns selbst zu tun - wir heben die Trennung auf und leben Verbundenheit.

 

Erhöhung des Abstraktionsvermögens: komplexere Zusammenhänge sehen können

Indem der Mensch seine Emotionen, Gefühle und Gedanken annimmt, findet er sich (danach) auch in einem erhöhten Abstraktionsvermögen wieder, das ihm erlaubt Zusammenhänge zu sehen und Lösungen zu erarbeiten, wo vorher Widerspruch und Unvollständigkeit war. Auch bedeutet das, dass der Mensch sich selber und der Welt mit mehr Liebe begegnet und dadurch komplexere Zusammenhänge verstehen bzw. wahrnehmen kann.


 

Literatur:

Gödel, K. (1931). Über formal unterscheidbare Sätze der Principa Mathematica und verwandter Systeme I. Monatshefte für Mathematik und Physik, 38, S. 173-198.

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