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Intentionen


Intentionen

Intentionen leiten sich aus der bewussten, unbewussten und nicht-bewussten formulierten Antwort auf die Frage "Was möchte ich?" ab (Ehmka 2017).

 

Bewusste Intentionen

Intentionen setzen wir uns bewusst, wenn wir uns mit der Vernunft dafür entscheiden, etwas erreichen, habenwissen oder auch wollen zu wollen.

 

Unbewusste Intentionen

Unbewusst tragen wir Intentionen in Form von Bedürfnissen in uns. Mit unseren Formen der Meditation machen wir sie sichtbar - und integrieren sie.

 

Nicht-bewusste Intentionen

Nicht-bewusste Intentionen sind Ergebnis der bewussten, wie auch unbewusst kreierten Vorstellungen von uns selbst: Der Summe der selbst auferlegten Glaubenssätze, Regeln, Definitionen und Interpretationsmuster. Sie determinieren das, was im Leben als möglich erachtet und gewollt wird - sie beschränken die Beziehung zu uns selbst und unser Miteinander.

 

Nicht-bewusste Intentionen arbeiten wir mit unseren Formen der Meditation auf - und ersetzen sie mit einem Selbstverständnis, das sich immer mehr im Nicht-Determinierenden bzw. im Möglichen wiederfindet.

 

Wie Intentionen wirken

Intentionen bewirken, dass der Mensch sich ihnen nach und nach annähert: Körper, Geist und Sprache bewegen sich in die Richtung der Intention und stoßen zugleich auf alle Glaubenssätze, Regeln, Definitionen und Interpretationsmuster, die der Intention im Weg stehen: Intentionen sind so

  • der Auslöser, dass Wünsche in Erfüllung gehen und wir das bekommen, was wir haben wollen
  • und der Auslöser, dass wir nach der Formulierung der Intention mit Emotionen, Körperempfindungen, Gedanken voller Widersprüchlichkeiten und empfundener Unvollständigkeit zu tun haben.

In diesem Sinn lassen Intentionen dem Mensch auch immer mit dem Unbekannten begegnen: Er betritt eine Welt, die er zuvor noch nicht gekannt hat: Das erfordert Mut

  • und das Commitment (e. Hingabe und selbst auferlegte Verpflichtung) zu den eigenen Entscheidungen zu stehen (+)
  • und die Fähigkeit, sich in neuen Formen des Denkens und der Sprache wiederfinden zu können und zu wollen (+).

So können Intentionen Menschen verändern - gelingt das, verändert sich die Welt. Bedeutend ist dabei die Unterscheidung von Intention und Ziel: Ziele werden mit gegebenen Glaubenssätzen, Regeln, Definitionen und Interpretationsmustern "angesteuert". Man versucht Probleme mit dem selben "System" zu lösen, das sie verursacht hat - man steht sich selber im Weg und erreicht die Ziele nicht. Intentionen hingegen ermöglichen ein "Steuern", das

  • über das Annehmen der Emotionen, Körperempfindungen, sowie Gedanken
  • und die darüber bewirkte Veränderung gegenwärtiger Glaubenssätze, Regeln, Definitionen und Interpretationsmuster

funktioniert.

 

Bedürfnisse als immanente Begleiter zur Orientierung

In der Meditation lernen wir uns selbst kennen (+) und begegnen dabei unserem Bedürfnis nach Liebe. Wir machen die Erfahrung, dass jeder Mensch dieses Bedürfnis in sich trägt und sein Leben damit zubringt,

  • zu Lieben
  • und Lieben zu wollen (und lernend die dafür geeigneten "Strategien" sucht, die im eigenen Leben funktionieren).

Mit entsprechenden Intentionen machen wir Bedürfnisse in unserem Körper, Geist und sprachlichen Miteinander erlebbar. Werkzeuge hierfür sind vor allem Latihan, Intentiondialog, Emotional Clearing Work und Sharing.

 

Die folgenden Bedürfniswörter geben eine Einblick in den allumfassenden Charakter dieses Projekts (Barta 2016):

 

Physisches Sein:

  • Bewegung
    (Körpertraining, Aktivität etc.)
  • Gesundheit
  • Körperkontakt
    (Zärtlichkeit, Sexualität etc.)
  • Nahrung
    (Wasser etc.)
  • Luft
  • Ruhe
  • Schutz
  • Unterkunft

Ich für mich:

  • Authentizität
  • Das Leben feiern
    (die Entstehung des Lebens, die Erfüllung von Träumen etc.)
  • Freiheit
  • Identität
  • Kreativität
  • Mut
  • Selbstwert
  • Sinn
  • Trauern um geliebte Menschen, um Träume etc.
  • Träume, Ziele, Werte wählen
  • Träume, Ziele, Werte: Pläne für die Erfüllung entwickeln
  • Weiterentwicklung
    (Herausforderung, Bildung etc.)

Spiritualität:

  • Frieden
  • innerer Frieden
  • Harmonie
  • Inspiration
  • Ordnung
    (im Sinn von Struktur und Klarheit)
  • Schönheit

Miteinander:

  • Akzeptieren
  • Austausch
  • Balance
    (im Sinn von Geben und Nehmen, Sprechen und Zuhören, Arbeit und Freizeit, Aktivität und Ruhe etc.)
  • Ehrlichkeit
    (Aufrichtigkeit, Offenheit etc.)
  • Emotionale Sicherheit
  • Empathie
    (Einfühlsamkeit, Mitgefühl etc.)
  • Ernst genommen werden
  • Geborgenheit
  • Gemeinschaft
  • Gleichwertigkeit
  • Klarheit
  • Liebe
  • Menschlichkeit
  • Mitgestalten
  • Nähe
  • Partnerschaftlicher Umgang
  • Privatsphäre
  • Respekt
    (gehört und gesehen werden)
  • Rücksichtnahme
  • Verständnis
  • Vertrauen
  • Wahrgenommen werden
  • Wertschätzung
  • Zugehörigkeit
  • Zum Leben beitragen (Großzügigkeit, Wohlwollen etc.)

Spiel:

  • Einfachheit
    (Leichtigkeit, Lockerheit)
  • Flexibilität
  • Freude
  • Lachen
  • Humor


Literatur:

Barta, I. (2017). Sprache-verbindet. http://www.sprache-verbindet.at/, Zugriff 28.12.17.

Ehmka, G. (2017). Greg's Dictionary. http://dictionary.gregehmka.com/DictionaryIndex, Zugriff

 

Messerschmidt, M. (2017). Mit Liebe Lernen: Eine nachhaltige und kybernetische Auseinandersetzung mit dem Leben. Norderstedt: BoD.

 

 

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